Montag, 23. April 2012

Dennis wird Astronaut.

Vorname, Alter, Stadt
Dennis, 29, Berlin

Was wolltest du als Kind werden?
Umweltschützer

Was ist dein Beruf?
Serial Social Innovator - ich entwickle neue Konzepte, Programme, Initiativen, Hoste Veranstaltungen, schaffe Räume für Co-Creation und persönliches Wachstum und bin Glücksbringer... ich suche übrigens gerade nach einem passenden Visitenkarten-Titel. Any ideas!?

Wie viele Stunden arbeitest du/Woche?
50-80

Bist du glücklich mit deiner Arbeit?
Sehr. Nur Menschliches Wachstum ist unbegrenzt und Gesund in rauen Mengen. Dazu beizutragen ist brutal zufriedenstellend.

Würdest du etwas anderes machen, wenn du die freie Wahl hättest?(Wenn ja, was?)
Die Wahl habe ich doch jeden Morgen, bisher habe ich nichts gefunden, was mich mehr reizt.

Wie viel verdienst du monatlich?
Genug. Mein Gehalt ist sicher kein Schmerzensgeld wie bei vielen meiner Freunde. Aber ich verdiene genug um mir ein schönes Zuhause, inspirierende Momente in Opern, fremden Ländern oder guten Restaurants, oder meine Leidenschaft (autofahren) erlauben zu können. Ich habe alle unternehmerischen Freiheiten die ich mir wünsche, kann mir meinen Tagesablauf, meinen Arbeitsort, mein Team und meine Themen aussuchen. DAS ist wohl der größte Luxus und kalkulierter Teil meines Gehalts. All dass verdiene ich. wenn nicht mehr.


Sonntag, 15. April 2012

Als ich mich selbst zu lieben begann...

"Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich Liebe und was mein Herz zum lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.




Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich:

DAS IST DAS LEBEN!"

Charlie Chaplin
an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Sonntag, 25. März 2012

Erich Fromm und Glück.

"Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht glücklich machen. Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kostet, dass Glück das "billigste" ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen." Erich Fromm.

Montag, 12. März 2012

Freitag, 24. Februar 2012

Arbeit - Sinn des Lebens?

Bereits von 2009 und trotzdem sehr aktuell.
Ist der Mensch tatsächlich für die Arbeit geschaffen?
Brauchen wir einen neuen Begriff von Arbeit?

„Paris-Berlin, die Debatte versucht, die kulturelle Dimension von Arbeit zu erfassen, der sozialen Komponente von Arbeit gerecht zu werden und den Begriff von Arbeit neu zu füllen, der über reine Erwerbstätigkeit hinausgeht.
Liegt die dazu passende Utopie vielleicht genau in jenem Bereich zwischen der Befreiung von der Arbeit und der Erfüllung in der Arbeit?
Paris-Berlin diskutiert mit Daniel Tyradellis, Dominique Méda, Sophie de Menthon und Paul Ariès."

Teil 1:




Teil 2:



Teil 3, 4, 5 und 6 findet ihr hier.

Sonntag, 19. Februar 2012

Carsten wird Astronaut.

Vorname, Alter, Stadt
Carsten, 38, Berlin

Was wolltest du als Kind werden?
Als Kind und Teenager wollte ich Archäologe werden – weil ich diese untergegangen „Welten“ früherer Kulturen so spannend fand. Ein Bekannter meiner Eltern war Archäologe und seine Diavorträge waren für mich faszinierende Reisen …

Was ist dein Beruf?
Ich schreibe – weil mich Menschen, ihre Ticks, ihre Berufe, Lebensläufe, ihre Ängste und ihre Träume mehr interessieren als alles andere.

Wie viele Stunden arbeitest du/Woche?
Da Schreiben nicht nur Arbeit, sondern auch Leidenschaft ist, zähle ich nicht wirklich meine Wochenstunden. Ich bin unter der Woche meistens acht bis neun Stunden am Schreibtisch oder am Cafétisch, am Samstag etwas weniger und der Sonntag ist frei – da geht’s raus in die Natur, an den See, in den Park, und schon wieder ins Café (Menschen beobachten lässt mich eben einfach nicht los :=)

Bist du glücklich mit deiner Arbeit?
Glück ist so ein großes Wort – da wird mir ein bisschen unheimlich. Deshalb sage ich: Je mehr Zeit ich dafür habe, genau die Texte zu schreiben, die ich schreiben will, desto mehr fühle ich mich bei mir selbst.

Würdest du etwas anderes machen, wenn du die freie Wahl hättest?(Wenn ja, was?)
Ich würde das Zeitverhältnis zwischen Auftragsarbeiten und freien Arbeiten umdrehen (d.h. mehr belletristische Texte schreiben als Textaufträge ausführen. Zurzeit ist es noch anders rum.)

Wie viel verdienst du monatlich?
Ich brauche nicht allzu viel Geld, um zufrieden zu sein. Und ich nähere mich langsam (Betonung auf langsam!) dem Punkt, wo ich sage: Mehr muss nicht sein.


Montag, 13. Februar 2012

"Die Befreiung der Arbeit: Das 7-Tage-Wochenende"

"was machen wir heute? protestieren.

boah ich kanns nicht mehr hören. "das haben wir schon immer so gemacht. das muss so sein. das ist normal. so ist das eben."
wer bestimmt das? wer sagt das? wer darf das entscheiden? das ist doch mein leben. meine zeit. meine tage, minuten, wochen und jahre. und ich habe doch nur dieses eine leben. und du auch. und du. wir alle. oder etwa nicht?
muss ich die zähne zusammenbeißen? muss ich wochenlang durchhalten, für 2 tage freiheit? muss ich das? und wenn ja, wer oder was lässt mich müssen und sollen statt wollen? und warum sind sich darin alle einig?
darf ich nicht einfach wollen und riskieren und alles auf eine karte setzen, die freiheit und träume heißt? und sollte nicht dieser weg der normale sein? und was ist überhaupt normal? ist es nicht das ziel, glücklich zu sein? und ist nicht der weg das ziel? was, aber wenn man nur noch läuft um ein ziel nach dem anderen zu erreichen, ohne zu bemerken, dass es gar keines mehr gibt? und ohne sich während des laufens umzuschauen und zu bemerken wie schön alles ist? aber was wenn durchhalten so normal wie atmen geworden ist? und träumen so unrealistisch wie science fiction? was, wenn keiner mehr fragt? wenn alle nur noch schlucken? was wird zählen? was wollen wir erinnern? um was soll es gehen? welche geschichte werden wir schreiben?
und was machen wir heute? protestieren!"
(via herzscheiße)

Aus diesem Anlass und weil es so wichtig ist, dass es auch andere Modelle gibt:

"Weltweit starren Manager fassungslos auf die Firma Semco: Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000 Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat und wie viel Geld die Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen selbst überlassen.

Was für heutige Personalchefs klingen mag, wie ein anarchischer Alptraum, ist in Wirklichkeit eine Erfolgsgeschichte. Seit das Unternehmen von Inhaber Ricardo Semler umgestellt wurde, stiegen die Gewinne von 35 Millionen auf 220 Millionen Dollar. Und nicht nur die Zahlen geben Semler recht, sondern vor allem die Mitarbeiter: Die Fluktuationsrate bei Semco liegt unter einem Prozent. Das Rezept ist einfach: Behandele deine Mitarbeiter wie Erwachsene, dann verhalten sie sich auch so. Je mehr Freiheiten du ihnen gibst, desto produktiver, zufriedener und innovativer werden sie. Ein Unternehmen besteht aus erwachsenen gleichberechtigten Menschen, nicht aus Arbeitskräften. Jeder hat das Recht, sich frei zu entfalten und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Entgegen allem, was man aktuell zu glauben scheint, machen Druck und Stress Menschen nicht produktiv, sondern ganz einfach nur kaputt. Und dabei verliert das Unternehmen letztlich genauso wie der Mensch. (...)"

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Und noch ein Video zum Thema: "Die Geschichte deiner Versklavung"




via http://www.freiwilligfrei.info/