Sonntag, 29. April 2012

Sven wird Astronaut.

Vorname, Alter, Stadt
Sven. 35. Berlin.

Was wolltest du als Kind werden?
Archäologe.

Was ist dein Beruf?
Offiziell: Kultureller Unternehmensberater.
Inoffiziell: Herzenswäscher.

Wie viele Stunden arbeitest du/Woche?
Offiziell: 50.
Infoffiziell: Ich mache, was ich bin. Manche nennen das Arbeiten. Manche nennen das Hobby.
Manchmal gibt es Geld dafür. Manchmal nicht. Und manchmal wirklich gar nichts. Aber ich mache weiter. Schritt für Schritt.

Bist du glücklich mit deiner Arbeit?
Offiziell: Ja. Immer.
Inoffiziell: Da ich ein Feedbacker bin, vorsichtig und sehr harmonieorientiert, habe ich viel zu tun – und bekomme wenig zurück. Und bin daher oft müde und unentspannt. Da ich aber immer mache, was ich mich antreibt, bin ich eigentlich glücklich. Eigentlich. Mein Frieden mit mir selbst ist halt eine zarte Pflanze, die nur langsam wächst. Also bin ich ein Glücklich-Sein-Absolute-Beginner. Aber immerhin.

Würdest du etwas anderes machen, wenn du die freie Wahl hättest?(Wenn ja, was?)
Das ist ja die Krux: Ich habe die freie Wahl. Alles, was fehlt, ist Wertschätzung. Aktiv und passiv. Wie oben bereits angedeutet. Ich bin halt ein absoluter Beginner.

Wie viel verdienst du monatlich?
1.000 EUR


Montag, 23. April 2012

Dennis wird Astronaut.

Vorname, Alter, Stadt
Dennis, 29, Berlin

Was wolltest du als Kind werden?
Umweltschützer

Was ist dein Beruf?
Serial Social Innovator - ich entwickle neue Konzepte, Programme, Initiativen, Hoste Veranstaltungen, schaffe Räume für Co-Creation und persönliches Wachstum und bin Glücksbringer... ich suche übrigens gerade nach einem passenden Visitenkarten-Titel. Any ideas!?

Wie viele Stunden arbeitest du/Woche?
50-80

Bist du glücklich mit deiner Arbeit?
Sehr. Nur Menschliches Wachstum ist unbegrenzt und Gesund in rauen Mengen. Dazu beizutragen ist brutal zufriedenstellend.

Würdest du etwas anderes machen, wenn du die freie Wahl hättest?(Wenn ja, was?)
Die Wahl habe ich doch jeden Morgen, bisher habe ich nichts gefunden, was mich mehr reizt.

Wie viel verdienst du monatlich?
Genug. Mein Gehalt ist sicher kein Schmerzensgeld wie bei vielen meiner Freunde. Aber ich verdiene genug um mir ein schönes Zuhause, inspirierende Momente in Opern, fremden Ländern oder guten Restaurants, oder meine Leidenschaft (autofahren) erlauben zu können. Ich habe alle unternehmerischen Freiheiten die ich mir wünsche, kann mir meinen Tagesablauf, meinen Arbeitsort, mein Team und meine Themen aussuchen. DAS ist wohl der größte Luxus und kalkulierter Teil meines Gehalts. All dass verdiene ich. wenn nicht mehr.


Sonntag, 15. April 2012

Als ich mich selbst zu lieben begann...

"Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich Liebe und was mein Herz zum lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.




Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich:

DAS IST DAS LEBEN!"

Charlie Chaplin
an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Sonntag, 25. März 2012

Erich Fromm und Glück.

"Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht glücklich machen. Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kostet, dass Glück das "billigste" ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen." Erich Fromm.

Montag, 12. März 2012

Freitag, 24. Februar 2012

Arbeit - Sinn des Lebens?

Bereits von 2009 und trotzdem sehr aktuell.
Ist der Mensch tatsächlich für die Arbeit geschaffen?
Brauchen wir einen neuen Begriff von Arbeit?

„Paris-Berlin, die Debatte versucht, die kulturelle Dimension von Arbeit zu erfassen, der sozialen Komponente von Arbeit gerecht zu werden und den Begriff von Arbeit neu zu füllen, der über reine Erwerbstätigkeit hinausgeht.
Liegt die dazu passende Utopie vielleicht genau in jenem Bereich zwischen der Befreiung von der Arbeit und der Erfüllung in der Arbeit?
Paris-Berlin diskutiert mit Daniel Tyradellis, Dominique Méda, Sophie de Menthon und Paul Ariès."

Teil 1:




Teil 2:



Teil 3, 4, 5 und 6 findet ihr hier.

Sonntag, 19. Februar 2012

Carsten wird Astronaut.

Vorname, Alter, Stadt
Carsten, 38, Berlin

Was wolltest du als Kind werden?
Als Kind und Teenager wollte ich Archäologe werden – weil ich diese untergegangen „Welten“ früherer Kulturen so spannend fand. Ein Bekannter meiner Eltern war Archäologe und seine Diavorträge waren für mich faszinierende Reisen …

Was ist dein Beruf?
Ich schreibe – weil mich Menschen, ihre Ticks, ihre Berufe, Lebensläufe, ihre Ängste und ihre Träume mehr interessieren als alles andere.

Wie viele Stunden arbeitest du/Woche?
Da Schreiben nicht nur Arbeit, sondern auch Leidenschaft ist, zähle ich nicht wirklich meine Wochenstunden. Ich bin unter der Woche meistens acht bis neun Stunden am Schreibtisch oder am Cafétisch, am Samstag etwas weniger und der Sonntag ist frei – da geht’s raus in die Natur, an den See, in den Park, und schon wieder ins Café (Menschen beobachten lässt mich eben einfach nicht los :=)

Bist du glücklich mit deiner Arbeit?
Glück ist so ein großes Wort – da wird mir ein bisschen unheimlich. Deshalb sage ich: Je mehr Zeit ich dafür habe, genau die Texte zu schreiben, die ich schreiben will, desto mehr fühle ich mich bei mir selbst.

Würdest du etwas anderes machen, wenn du die freie Wahl hättest?(Wenn ja, was?)
Ich würde das Zeitverhältnis zwischen Auftragsarbeiten und freien Arbeiten umdrehen (d.h. mehr belletristische Texte schreiben als Textaufträge ausführen. Zurzeit ist es noch anders rum.)

Wie viel verdienst du monatlich?
Ich brauche nicht allzu viel Geld, um zufrieden zu sein. Und ich nähere mich langsam (Betonung auf langsam!) dem Punkt, wo ich sage: Mehr muss nicht sein.